Inhalte zu PA2/PA3


Für eine Potenzialanalyse nach Abschluss der Berufsausbildung bzw. in Vorbereitung auf eine mögliche Weiterqualifizierung der Mitarbeiter stehen den Sparkassen zwei weitere Potenzialanalyse-(PA-)Verfahren zur Verfügung: das PA2 sowie das PA3.

Diese PA-Verfahren erfassen Informationen über Fähigkeiten, Leistungsvermögen sowie Interessen der Mitarbeiter. Auf diese Weise ist es möglich, die Eignung der Mitarbeiter für bestimmte Aufgabenfelder aufzuzeigen, Stärken und Schwächen fundiert erkennen und rückzumelden sowie eine gezielte, effektive und individuelle Personalentwicklung anzugehen.

Die Potenzialerkennung „nach Abschluss Bankkaufmann" (PA 2) überprüft das Potenzial junger Bankkaufleute für den Markt-, Betriebs- und Stabsbereich. Die maßgeblichen Anforderungsdimensionen sind anhand repräsentativer Expertenbefragungen in der Sparkassenorganisation gewonnen worden: Kundenorientierung und verkäuferische Fähigkeiten, Kooperation und Teamfähigkeit, Planung und Organisation, kognitive Fähigkeiten, Konzentrationsfähigkeit, soziale Belastbarkeit, Initiative und Erfolgsorientierung.

Anhand einer Reihe standardisierter (schriftlicher und mündlicher) Aufgaben können sich die Institute und Mitarbeiter innerhalb eines Tages einen zuverlässigen Eindruck darüber verschaffen, wie groß das Potenzial ihrer Nachwuchskräfte ist. Weiterhin können Personalentwicklungspläne für die einzelnen Mitarbeiter erarbeitet werden, die an diesem Potenzialerkennungsverfahren teilgenommen haben.

Der hohe Standardisierungsgrad dieses Verfahrens ermöglicht eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe und bedeutet zugleich eine Optimierung des wirtschaftlichen Nutzens.

Die Potenzialerkennung „Führung/komplexe Beratung" (PA 3) überprüft das Potenzial der Mitarbeiter für Führungsaufgaben und komplexe Beratungstätigkeiten im zeitlichen Umfeld des Studiengangs zum „Sparkassenbetriebswirt" (Sparkassenfachlehrgang). Zudem kann dieses PA-Verfahren genutzt werden, um die Eignung für Spezialisten-Funktionen (z.B. Firmenkundenberatung) zu prognostizieren. Auch die für dieses Teilverfahren gewonnenen Anforderungsdimensionen wurden über repräsentative Expertenbefragungen und umfangreiche empirische Erhebungen gewonnen. Dabei kommen zu den für das PA2 formulierten Anforderungsdimensionen die Aspekte Mitarbeiterorientierung, Leistungsförderung, Steuerung und Koordination hinzu. Jeder Teilnehmer hat, wie beim PA2, zahlreiche (schriftliche und mündliche) Aufgaben zu bearbeiten. Dies ermöglicht eine begründete Einschätzung über die unterschiedlichen Ausprägungen des Teilnehmers für den Führungs- und/oder Beratungsbereich. PA3 ist ebenfalls standardisiert und beansprucht einen Zeitumfang von einem Tag.

Herausgegeben werden die Verfahren PA2/PA3 von der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe.